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Stunde des Abschieds

Alles hat seine Stunde –
und alles hat seinen Raum.

Gedanken zur Gestaltung
eines Abschiedsraumes:

Ein Raum zum Weinen,
ein Raum für die Klage,
ein Raum zum Verlieren,
ein Raum zun Schweigen,
ein Raum für den Frieden.

Abschiedsraum

Ort der Trauer und Verzweiflung,
Ort der Stille, des Friedens,
Ort der Hoffnung.

Dem Abschied Raum geben

Abschied, die letzte Begegnung
mit einem Menschen, der mir
nahe war, mit dem ich mein
Leben teilte, den ich liebte.
Abschied, das ist Leere, Trauer,
Einsamkeit und Angst.
Ich möchte einen Ort schaffen,
in dem Friede, Ruhe, Hoffnung
und Mut wachsen können.
Die Menschen sind im Mittelpunkt –
der Raum um sie ist
ruhig, zurückhaltend und
beschützend gestaltet.

Material und Form

Meine Gestaltungsmittel sind
Papier, Licht, Farbe und Form –
daraus entwickle ich Lichtobjekte,
die die Atmosphäre des
Abschiedsraumes prägen:
Papier – leicht, beweglich, lebendig,
vergänglich – wie das Leben.
Licht – Quelle der Hoffnung und
der Kraft – für das Leben.
Farbe – Ausdruck von Lebendigkeit,
Vielfalt und Veränderung.
Form – ruhig, klar und schützend –
Hülle für den Verstorbenen und
die Trauernden.
Farbige Flächen, Strukturen und
Linien werden für den Betrachter
zu Zeichen – Zeichen für die
Verbindung von Leben und Tod,
für Lebenswege, für den Übergang.

©2006 Martha Schubert-Schmidt